ragalthar's Blog

Sony Xperia P im Test – Teil 3: Kamera, Video, Audio, Telefonie und NFC

Nachdem sich im letzten Teil die angepriesene WhiteMagic™-Technologie als Flop herausgestellt hat, möchte ich mit diesem Teil doch wieder zum „Alltag“ zurückkehren. Ich hatte im ersten Teil versprochen, näher auf die Klangqualitäten des Xperia™ P einzugehen, und genau das werde ich diesmal machen.

Zusätzlich nehme ich noch die Kamera, deren Videoqualitäten, die Telefonie und das NFC (= Near Field Communication) mit den beigelegten SmartTags unter die Lupe.

Hier aber erst einmal eine …

Übersicht

… der bereits geschriebenen Teile:

Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Teil 2: Prozessor, Display, Betriebssystem & Apps

Mehr war’s bisher nicht, deshalb geht’s jetzt an die …

Kamera

Sony Mobile hat dem Gerät eine 8 Megapixel Kamera spendiert. Zwar klingt das erst mal viel, aber es kommt auf das Verhältnis von Megapixel zu Sensorfläche an. Ist der Sensor zu klein, dann gibt es Bildrauschen, läßt die Kamera nicht mehr Megapixel zu, kann man kaum in die Bilder hineinzoomen und Ausschnittvergrößerungen machen. Fünf bis 8 Megapixel reichen bei Smartphones allemal aus, da diese ja eher für Schnappschüsse gedacht sind. Dennoch bieten moderne Smartphones eine Menge Einstellungsmöglichkeiten in den einzelnen Menüs, die ich nun näher beschreiben will.

Schaltet man die Kamera durch langes Drücken des Kamera-Auslösers oder Antippen der Kamera-App ein, sieht man folgendes Menü:

Oben rechts kann man zwischen Kamera- und Video-Modus umschalten, darunter der Auslöser und ganz unten eine Mini-Vorschau des Bildes, welches man als letztes aufgenommen hat. Auf der linken Seite sieht man oben in welches Aufnahmemodus (Automatisch oder Manuell) man ist und unten kommt man in das Blitzmenü.

Durch Tippen auf die Menü-„Taste“ kommt man in folgendes Menü:

  • Auflösung,
  • Blitz,
  • Selbstauslöser,
  • Lächelerkennung,
  • Geo-Tags,
  • Aufnahmemethode,
  • Verschlusston und
  • Schnellstart

Wählt man den Menüpunkt „Auflösung“ kann man folgende Einstellungen vornehmen:

  • 8 Megapixel, 4:3 Format
  • 6 Megapixel, 16:9 Format
  • 2 Megapixel, 4:3 Format und
  • 2 Megapixel, 16:9 Format

Im „Blitz“-Menü kann man folgendes auswählen:

  • Automatisch,
  • Aufhellblitz,
  • Rote-Augen-Korrektur und
  • Aus

Der „Selbstauslöser hat folgende Optionen:

  • Ein (10 Sekunden),
  • Ein (2 Sekunden) und
  • Aus

Wählt man die „Lächelerkennung“, so kann man wählen, wann die Kamera auslösen soll:

  • Großes Lächeln,
  • Mittleres Lächeln,
  • Kleines Lächeln und
  • Aus

„Geo-Tags“ kann man auf

  • Ein und
  • Aus

schalten.

Bei der „Aufnahmemethode wählt man, wann die Kamera auslösen soll:

  • Bildschirmtaste,
  • Touch-Aufnahme und
  • Nur Auslöser

Den „Verschlusston“ schaltet man entweder

  • Ein oder
  • Aus

und der „Schnellstart“ hat folgende Optionen:

  • Starten und fotografieren,
  • Nur starten und
  • Aus

All die hier gezeigten Menüs legen sich über das Bild, welches die Kamera momentan sieht. Leider wird das auf den Screenshots nicht abgebildet.

Jetzt sollt ihr aber auch mal sehen, wie gut Bilder werden, die mit dem Xperia™ P aufgenommen werden. Die folgende Aufnahme entstand im Automatikmodus mit 6 Megapixel im 16:9 Format.

Da ich das Foto verkleinert habe, hier ein Ausschnitt in Originalgröße. Der rote Rahmen im oberen Foto zeigt, von welcher Stelle der Ausschnitt gewählt wurde.

Wie schon Eingangs geschrieben eignen sich Smartphone-Kameras lediglich für Schnappschüsse. Der Himmel ist überzeichnet (es war ein trüber(!) Tag, an dem keine Sonne schien), beim Ausschnitt in Originalgröße erkennt man das Bildrauschen bei der Backsteinmauer oben Links, einzelne Blätter sind nicht wirklich abgegrenzt und so wirklich scharf wirkt der Ausschnitt in keiner Ebene.

Die Bildqualität reicht durchaus, um Abzüge auf Papier in 10×15 cm machen zu lassen, aber meine Urlaubs- oder Hochzeichtsfotos schieße ich dann doch lieber mit der Spiegelreflexkamera.

Wechselt man den Modus, so kann man auch ein …

Video

… aufnehmen. Und auch das habe ich getan, ebenfalls im Automatikmodus mit 1080p, also in HD-Auflösung. Doch seht selbst:

Selbst Nachts kann man mit der Video-Kamera Aufnahmen machen, allerdings überstrahlt das Licht in den hellen Bereichen und hinterläßt einen „Schleier“ auf den dunklen Bereichen.

Da ich selbst aber Videoaufnahmen nur zum Testen mache und selbst keine Videokamera besitze, lasse ich euch lieber selbst die Qualität anhand der beiden Videos beurteilen.

Audio

Kommen wir zu den Klangqualitäten des Xperia™ P, denn viele Leute nutzen gerne das Smartphone, um unterwegs Musik zu hören. Dabei muß man zwischen der Widergabe über die mitgelieferten InEar-Kopfhörer und über den Lautsprecher unterscheiden.

Mit den InEar-Kopfhörern klingen die Lieder alle super gut, aber sobald man auf den Lautsprecher umstellt klingt alles dumpf. Es macht sich bemerkbar, daß hier der Lautsprecher an der Seite angebracht ist, also nicht sehr groß sein kann. Er ist zwar laut, aber das Frequenzband, das er wiedergeben kann, ist nicht sehr breit gefächert. Den Ghettoblaster kann das Smartphone nie ersetzen, höchsten den Walkman!

Telefonie

Leider gibt es noch mehr Schattenseiten. Zwar gab es keinerlei Verbindungsabbrüche und mein Gegenüber konnte mich auch tadellos verstehen, ohne Knarzen, Knacken oder Rauschen, aber durch den eingebauten Lautsprecher – ich schreibe jetzt nicht vom Freisprechungseinrichtungslautsprecher, sondern von dem über dem Display – klangen alle meine Gesprächspartner sehr dumpf, nicht wie ich es vom Xperia™ mini pro gewohnt bin. Auch durch das Umschalten auf die Freisprechungseinrichtung wird es nicht wirklich besser, wie gerade eben im Audio-Teil beschrieben.

NFC / SmartTags

SmartTags sind RFID Chips, die beim Smartphone über eine App gewisse Aktionen auslösen kann.

Welche Aktionen das sind wird beispielhaft in folgendem Video erklärt:

Und genau so funktioniert es auch: Einfach das Gerät einschalten – im LockScreen funktioniert das aus Sicherheitsgründen nicht – an das SmartTag halten, dieser wird erkannt …

… und das Xperia™ P macht genau das, was man in der SmartTag-App eingestellt hat.

Also z.B. im Auto Wi-Fi ausschalten, Bluetooth (für die Kopplung mit der Freisprecheinrichtung) und GPS einschalten und die bevorzugte Navigations-App starten. Oder in der Schule Wi-Fi, Bluetooth und GPS ausschalten, das Profil auf Lautlos stellen (um beim Unterricht nicht zu stören) und die Vibration einschalten (um trotzdem keinen Anruf zu verpassen). Halt alles, was man an diesem Ort benötigt, um optimal mit dem Smartphone zu arbeiten.

Folgende Einstellungen sind mit der vorinstallierten App möglich:

  • Akustischer Modus (z.B. Lautlos)
  • Anwendung starten
  • Bluetooth (Ein- oder Ausschalten)
  • Hintergrund festlegen
  • SMS senden
  • Text-in-Sprache
  • Titel abspielen (z.B. MP3s)
  • URL öffnen
  • Wi-Fi (Ein- oder Ausschalten)
  • Wi-Fi-Hotspot

Funktioniert auch tadellos und ist wirklich so supereinfach, wie oben im Video beschrieben, allerdings muß man – da das Gehäuse ganz aus Metall ist – den SmartTag direkt an das Xperia™ P halten – und macht den Umgang damit viel einfacher. Ein ganz klarer Pluspunkt für dieses Gerät – vor allem, da zwei SmartTags schon beiliegen.

Übrigens sollen die Smarttags mit sämtlichen Smartphones, die NFC Technologie eingebaut haben, funktionieren. Die SmartTag-App ist im Google Play Market für jedermann herunterladbar.

Soviel für heute, weiter in …

Teil 4: Der Akku, der Speicher und das Fazit

Wenn es etwas gibt, was ich für euch näher in Augenschein nehmen soll, dann schreibt mir das doch bitte in den Kommentaren.

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