ragalthar's Blog

BLUBOO Xtouch im Test – Teil 2: unerwartete Komplikationen [Update]

xtouch-s-blackIm vorherigen Teil des Tests hatte ich über meine ersten Eindrücke geschrieben und euch gezeigt, was alles in der Packung enthalten war. Dabei war mir nichts ungewöhnliches aufgefallen und ich nutze seit September 2010 Smartphones, hatte also schon einige in der Hand.

Deswegen wollte ich eigentlich in diesem Teil des Tests mit dem Prozessor, dem Display, dem Betriebssystem und den vorinstallierten Apps weitermachen, aber es gab ein Ereignis, welches ich euch nicht vorenthalten will und kann.

Hier aber erst einmal eine …

Übersicht

… der bereits geschriebenen Teile:

Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Jetzt aber zu meinem Problem:

Und da ein Bild mehr sagt als 1.000 Worte hier ein paar Bilder. Wie ihr – vielleicht – erkennen könnt hat sich die Abdeckung der Kamera hinten gelöst. Um es besser erkennen zu können habe ich ein weißes Blatt dazwischen geschoben.

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Aber auch ohne dieses Blatt ist es – hoffentlich – erkennbar. Hier von der linken Seite …

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… und von unten …

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… sowie von der rechten Seite.

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Die Abdeckung der Kamera besteht übrigens nicht – wie von mir erwartet – aus Glas, sondern aus Kunsstoff, wie ich nach dem Ablösen feststellen konnte, d.h. es wird im Laufe der Zeit zwangsweise verkratzen.

Bevor jetzt der Verdacht aufkommt, was ich damit angestellt habe: ich habe das Smartphone ganz normal behandelt, es hat sogar seit der Ankunft am Freitag Nachmittag noch nicht mal das Haus verlassen und lag größtenteils auf dem Schreibtisch herum bzw. wurde noch von mir eingerichtet, d.h. Apps installiert, meine Konten dort eingerichtet, Einstellungen vorgenommen und die Hintergründe nach meinen Vorlieben verändert.

Ich habe jetzt Kontakt mit dem User Mike-Meiers – ihr könnt sein Profil nur sehen, wenn ihr bei Android-Hilfe.de angemeldet seid – aufgenommen, der mein Ansprechpartner ist um zu sehen, ob und wie es weiter geht. Das ist das Schöne bei einem Test, bei unerwarteten Komplikationen kann man sehen, ob und wie der Hersteller reagiert.

[Update 01.12.2015]

Ich soll das beschädigte Gerät zurückschicken und bekomme ein Anderes im Austausch. Dann weiß ich ja, worauf ich bei diesem besonders achten werde.

Der Test geht also weiter, wenn das neue BLUBOO Xtouch bei mir angekommen ist, dann widme ich mich im Teil 3 dem Prozessor, dem Display, dem Betriebssystem und den vorinstallierten Apps.

Falls ihr noch etwas habt, worauf ich besonders achten soll, schreibt mir das doch bitte in dem Kommentar, danke.

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BLUBOO Xtouch im Test – Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

xtouch-s-blackSeit kurzer Zeit ist das China-Smartphone BLUBOO Xtouch erhältlich, welches ich diesmal für euch testen möchte. Ich hatte es Mitte November bei Android-Hilfe.de gewonnen und vorgestern ist es bei mir angekommen. Dieser Test hier ist nicht an das Gewinnspiel gekoppelt, ich mache das aus freien Stücken, weil ich wieder Lust darauf habe und weil der Hersteller BLUBOO – mit Sitz in Shenzhen, China – hier eher unbekannt ist.
Es wird als ihr Flagschiff-Gerät für 2015 angepriesen – bringt man die nicht normalerweise am Anfang oder spätestens in der Mitte eines Jahres heraus und nicht erst am Ende? – und als das wahrscheinlich momentan beste Smartphone in der Klasse mit fünf Zoll Displaygröße auf dem Markt. Ob sich das bewahrheitet – und wie ich mit meinem ersten China-Smartphone zurechtkomme – werdet ihr dann an Ende des mehrteiligen Tests sehen.

Jetzt aber erst einmal die wichtigsten …

Technischen Daten

  • Maße: 143 x 71 x 7,5 mm
  • Gewicht: 158 gr.
  • Display: 1920 x 1080 Pixel bei 12,7 cm (= 5,0 Zoll) mit Gorilla Glass 3
  • Quadband (GSM: 850, 900, 1.800, 1.900 MHz | UMTS: 850, 900, 2.100 MHz |  LTE: 800, 1.800, 2.100, 2.600 MHz)
  • Android 5.1 (Lollipop)
  • 1,3 GHz 64bit Octa-Core-Prozessor
  • 13 Megapixel-Kamera mit Autofokus
  • Interner Handyspeicher: 3 GB RAM und 32 GB ROM
  • Akku: 3.050 mAh
  • Fingerabdrucksensor

Die weiteren technischen Daten können bei BLUBOO eingesehen werden, denn ihr wartet soch alle nur auf’s …

Unboxing

So kam das BLUBOO Xtouch bei mir an, in einer edlen, schwarzen Verpackung.

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Nach dem Entfernen der Schutzhülle kommt die eigentliche Verpackung.

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Nach dem Öffnen erkennt man, dass …

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… die Packung folgendes beinhaltet:

  • das BLUBOO Xtouch,
  • eine Nadel zum Öffnen des SIM-Kartenslots,
  • das USB-/Ladekabel
  • und den dazu gehörenden Ladestecker sowie
  • folgende Broschüre: Kurzanleitung.

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Auf dem Display ist eine Folie angebracht, die erklärt, wo der Fingerabdrucksensor – der auch gleichzeitig der Home.Button ist – sitzt. Dieser lässt sich als einziger drücken, der Zurück-Button und der Menü-Button sind nur als Softbutton ausgelegt, d.h. sie sind wie das Display Berührungsempfindlich, geben bei Druck aber nicht nach.

Über dem Display der Lautsprecher und links davon der Lichtsensor sowie die Front-Kamera, welche mit 8 Megapixel auflöst. Direkt über dem Lichtsensor ist – hier auf dem Foto nicht erkennbar – eine kleine Benachrichtigungs-LED.

Ansonsten ist auf der Oberseite nur die Öffnung für den 3,5 mm Klinkenstecker Kopfhöreranschluss.

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An der Unterseite befinden sich die Löcher, wodurch die Sprache aufgenommen wird (das kleine Loch auf der rechten Seite) und beim Freisprechen der Gesprächspartner laut wiedergegeben (die 2x sechs Löcher) wird sowie in der Mitte der Micro-USB-Anschluss.

Unterhalb des Displays ist Mittig der Home-Button, der auch gleichzeitig als Fingerabdrucksensor fungiert. Diesen kann man nutzen, um das Gerät zu entsperren und soll einen (gespeicherten) Fingerabdruck in 0,3 Sekunden erkennen können. Rechts und Links davon sind – hier auf dem Foto ebenfalls nicht erkennbar – der Zurück-Button und der Menü-Button. Diese werden im Betrieb Blau beleuchtet.

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Auf der Rückseite sieht man die 13 Megapixel Kamera von Sony und darunter den LED-Blitz.

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Ansonsten ist nur noch die – nicht abnehmbare – Kunststoff-Abdeckung, die als „3D mirror back craft“ beworben wird, weil sich das Muster je nach Lichteinfall verändert und das eine Art 3D Effekt erzeugen soll, sowie das BLUBOO-Logo zu erkennen.

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Auf der rechten Seite findet man nur den Ein-/Ausschalter und die Lautstärkewippe.

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Auf der linken Seite ist lediglich der 3-in-1 SIM-Karten Halter, in den zwei micro-SIM-Karten sowie eine microSD-Speicherkarte passen.

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Auf allen Fotos ist der CNC-gefräste metallene Unibody erkennbar, der an seiner dicksten Stelle 5,5 mm hoch ist und was dem Smartphone eine hohe Verwindungssteifheit garantiert.

Soweit die äußerliche Beschreibung des Gerätes. Jetzt folgen meine …

Ersten Eindrücke

Schaltet man das BLUBOO Xtouch zum ersten Mal ein, so sieht man zuerst den BLUBOO Schriftzug, welcher kurz daraufanimiert wird und dazu über den Lautsprecher eine kleine Melodie(!) erklingt.

Dann erscheint die PIN Eingabe und anschließend folgt der Setup-Assistent, in dem die Ländereinstellungen vorgenommen und WLAN, UMTS und Co. eingestellt werden. Anschließend findet man sich auf dem Desktop wieder.

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Scharfe Kanten oder Spaltmaße waren keine zu erkennen. Alles fügt sich nahtlos ineinander ein und schließt gut miteinander ab. Allerdings sind die Oberflächen sehr empfindlich, was Fingerabdrücke angeht, ohne Microfasertuch sollte man das Haus nicht verlassen.

Die weiter oben beschriebenen Tasten an der rechten Seite lassen sich alle problemlos mit einer Hand erreichen, ohne das man umgreifen muß, d.h. man hat immer eine Hand frei, um auf das Display tippen bzw. darüber wischen zu können. Das gilt auch das Umgreifen vom Entsperren mit Hilfe des Fingerabdrucksensors zu den Tasten.

Leider braucht man beim Fingerabdrucksensor mehrere Versuche, bis der gespeicherte Finger erkannt wird, um das Gerät zu entsperren. Da ist es manchmal schneller, man gibt den Sperrcode manuell über das Display ein.

Alles in allem macht das Gerät für mich einen guten ersten Eindruck. Ob das BLUBOO Xtouch diesen halten kann, wird sich in den nächsten Testberichten zeigen. Bitte lest weiter in …

Teil 2: unerwartete Komplikationen

Ankündigung Bluboo Xtouch Testbericht

Ich habe heute bei Android-Hilfe.de ein Bluboo Xtouch Smartphone gewonnen. Vielen Dank nochmal auf diesem Weg für dieses Gewinnspiel. Falls euch das Gerät – genau wie mir – herzlich wenig sagt, so habe ich hier den offiziellen Trailer:

Das wird mein erstes China-Smartphone überhaupt und seit drei Jahren auch mal wieder ein Android-Gerät sein, nachdem ich Ende 2012 Sony Mobile den Rücken gekehrt habe und seitdem nur noch Apple Geräte genutzt habe – mal von billigen, älteren Smartphones (wie z.B. ein Samsung Galaxy S III mini) abgesehen, die eigentlich nur im Urlaub zum Einsatz kamen.

Sony Mobile arbeitet an Android 4.1 (Jelly Bean)

Sony Mobile setzt Jelly Bean für den NovaThor U8500 Prozessor um, der im

  • Xperia P,
  • Xperia U,
  • Xperia go und
  • Xperia sola

verbaut ist. Hier ein Video, das zeigt, wie sich Jelly Bean auf der Referenz-Plattform schlägt:

Es darf also gespannt gewartet werden, für welche Geräte Sony Mobile Android 4.1 (Jelly Bean) umsetzen wird, denn noch hat Sony das nicht veöffentlicht. Was meint ihr, welche Geräte sehen die Gelee-Bohne?

Quelle

Sony Xperia P im Test – Teil 4: Der Akku, der Speicher und das Fazit

Langsam neigt sich der Test zu Ende. Viel bleibt nicht mehr übrig, worüber ich noch nicht geschrieben habe, deshalb lest ihr am Ende das Fazit – welches natürlich nur mein persönliches ist und allein auf den Erfahrungen mit meinem Xperia™ P beruht. Vorher werde ich mehr über den Akku erzählen und näher auf den Speicher eingehen.

Hier aber erst einmal eine …

Übersicht

… der bereits geschriebenen Teile:

Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Teil 2: Prozessor, Display, Betriebssystem & Apps

Teil 3: Sony Xperia P im Test – Teil 3: Kamera, Video, Audio, Telefonie und NFC

In all‘ diesen Teilen bin ich noch nicht auf eines der wichtigsten Dinge bei einem Smartphone eingegangen, den …

Akku

Denn ein Smartphone hat man den ganzen Tag dabei und – wenn man (wie ich z.B.) im Außendienst tätig ist – nicht immer Zugriff auf eine Steckdose, um das Gerät zwischendurch laden zu können. Deshalb ist es wichtig, daß der Akku lange durchhält.

Leider ist er mit 1.305 mAh nicht wirklich „groß“, außerdem ist er fest verbaut, d.h. man kann ihn nicht wechseln und gegen einen geladenen, zweiten Akku austauschen und das macht sich bemerkbar.

Bin ich daheim, dann trenne ich morgens um 06:00 Uhr das Xperia™ P vom Ladegerät und nutze es oft, um z.B. meine E-Mails zu kontrollieren und ggf. zu beantworten, im Netz zu surfen, Tweets zu lesen, ab und an mal ein Spiel zu spielen, zum navigieren – GPS wird dazu bei Bedarf eingeschaltet – und telefonieren. Eben die ganze Bandbreite, für die man ein Smartphone nutzt. Dabei hat der Akku immer am frühen Nachmittag schlapp gemacht und das Gerät sich ausgeschaltet, bei moderater Nutzung auch mal bis zum späteren Nachmittag.

Zum Vergleich, das Xperia™ mini pro – mit „nur“ 1.200 mAh Akku – ist bei gleicher Nutzung dann immer noch bei ca. 25%. Allerdings hat es auch nur einen 3,0 Zoll Display gegenüber den 4,0 Zoll vom Xperia™ P.

Im Urlaub in Ägypten am Strand beim Spielen von z.B. Wo ist mein Wasser? war das Xperia™ P dann nach gut drei Stunden so leer, daß es sich von alleine abschaltete, obwohl es vorher mit 100% vom Ladegerät getrennt wurde. Dabei wird es auch sehr warm, was aber auch daran gelegen haben könnte, daß das Display – um in der Sonne spielen zu können – auf die höchste Helligkeit gestellt wurde. Allerdings – sozusagen als Ausgleich – war das Gerät dort immer im Flugzeugmodus und der Datentransfer, das WiFi, GPS, Bluetooth und NFC waren immer komplett ausgeschaltet, da ich im Urlaub meine Ruhe haben und nicht erreichbar sein wollte. Es diente mir dort ausschließlich als Spielekonsole, Videoabspielgerät und Schnappschußkamera.

So gesehen ist der Akku – mal wieder, wie bei so vielen Smartphones – zu klein geraten. Viele – wie mich z.B. – wird es außerdem stören, das er fest verbaut ist, aber das ist eben der Preis für – zugegebenermaßen schickes – Unibody-Gehäuse.

Fast genauso wichtig wie der Akku ist der …

Speicher

… denn dort werden alle Dateien abgespeichert. Formell stattet Sony Mobile das Xperia™ P mit 16 GB Speicher aus, tatsächlich nutzbar davon sind aber nur 11,24 GB als sog. „interner Speicher“ für Filme, MP3s, PDFs, Bilder und Spielstände nutzbar (siehe Screenshot).

Das liegt daran, daß das Android Betriebssystem und der sog. „Telefonspeicher“ – also der Bereich, in dem Apps installiert werden – ebenfalls auf die 16 GB zu- und dadurch einen Teil davon abgreifen.

So stehen dem Telefonspeicher 2 GB zur Verfügung, von dem aber – durch vorinstallierte Apps, die sich teilweise nicht löschen lassen, 205 MB verbraucht werden und so – wirklich nur 1,77 GB nutzbar sind.

Der Platz reicht aber locker aus, um sehr viele Apps zu installieren, ohne das eine Speichermangel-Meldung kommt.

Ich hatte zu den vorinstallierten Apps auf dem Xperia™ P noch zusätzlich installiert …

… und zu keiner Zeit irgendwelche Ruckler, sonstige Verzögerungen oder Hänger bemerkt. Wer also nicht seine komplette MP3-Sammlung bzw. alle seine in MP4-Dateien umgewandelten DVDs mit sich herumschleppen will, der kommt mit den 16 GB aus.

Da jetzt – meiner Meinung nach – alle wichtigen Punkte angesprochen worden sind möchte ich den Test mit dem …

Fazit

… abschließen. Für mich stellt sich hier die Frage: Würde ich das Gerät einem Kumpel empfehlen, der ein neues Handy sucht? Kann ich die Frage mit „Ja“ beantworten, so bekommt es eine Empfehlung, lautet die Antwort „Nein“, so sollte er/sie lieber zu einem anderen Smartphone greifen.

Fassen wir die positiven und negativen Punkte des Tests noch einmal zusammen:

Positiv Negativ
  • Keine scharfe Kanten oder Spaltmaße
  • Der durchsichtige Streifen, das Markenzeichen der Xperia™ NXT Geräte
  • Der 1,0 GHz Dual-Core Prozessor ist schnell genug
  • Das Display ist mit 4,0 Zoll nicht zu groß, aber auch nicht zu klein
  • Das Update auf Android 4.0 (IceCreamSandwich) kommt im August/September 2012
  • Kamera mit 8 Megapixel (reicht für Papier-Abzüge bis 10×15 cm)
  • Videoaufnahmen in HD (1080p)
  • Audio mit InEar-Kopfhörern sehr gut
  • NFC-Technologie dank der zwei SmartTags sofort nutzbar
  • 16 GB Speicher mehr als ausreichend
  • Das Display hat einen grünlichen Farbton
  • WhiteMagic™- Technologie ist nur ein Marketing-Gag
  • Wird mit Android 2.3 (Gingerbread) ausgeliefert
  • Viele vorinstallierte Apps, die sich teilweise nicht löschen lassen
  • Audio mit eingebautem Lautsprecher sehr blechern
  • Telefonieren klingt auch etwas blechern
  • Akku mit 1.305 mAh etwas zu klein

Wie ihr an der Auflistung sehen könnt, gibt es mehr positive Punkte und von daher wird das Sony Xperia™ P …

Ich hoffe, euch hat der Test gefallen. Schreibt mir doch mal eure Meinung dazu oder dem Gerät in den Kommentaren!

James Bond 007 Skyfall Trailer


Skyfall’s theatrical trailer had been released today worldwide.

Sony Xperia P im Test – Teil 3: Kamera, Video, Audio, Telefonie und NFC

Nachdem sich im letzten Teil die angepriesene WhiteMagic™-Technologie als Flop herausgestellt hat, möchte ich mit diesem Teil doch wieder zum „Alltag“ zurückkehren. Ich hatte im ersten Teil versprochen, näher auf die Klangqualitäten des Xperia™ P einzugehen, und genau das werde ich diesmal machen.

Zusätzlich nehme ich noch die Kamera, deren Videoqualitäten, die Telefonie und das NFC (= Near Field Communication) mit den beigelegten SmartTags unter die Lupe.

Hier aber erst einmal eine …

Übersicht

… der bereits geschriebenen Teile:

Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Teil 2: Prozessor, Display, Betriebssystem & Apps

Mehr war’s bisher nicht, deshalb geht’s jetzt an die …

Kamera

Sony Mobile hat dem Gerät eine 8 Megapixel Kamera spendiert. Zwar klingt das erst mal viel, aber es kommt auf das Verhältnis von Megapixel zu Sensorfläche an. Ist der Sensor zu klein, dann gibt es Bildrauschen, läßt die Kamera nicht mehr Megapixel zu, kann man kaum in die Bilder hineinzoomen und Ausschnittvergrößerungen machen. Fünf bis 8 Megapixel reichen bei Smartphones allemal aus, da diese ja eher für Schnappschüsse gedacht sind. Dennoch bieten moderne Smartphones eine Menge Einstellungsmöglichkeiten in den einzelnen Menüs, die ich nun näher beschreiben will.

Schaltet man die Kamera durch langes Drücken des Kamera-Auslösers oder Antippen der Kamera-App ein, sieht man folgendes Menü:

Oben rechts kann man zwischen Kamera- und Video-Modus umschalten, darunter der Auslöser und ganz unten eine Mini-Vorschau des Bildes, welches man als letztes aufgenommen hat. Auf der linken Seite sieht man oben in welches Aufnahmemodus (Automatisch oder Manuell) man ist und unten kommt man in das Blitzmenü.

Durch Tippen auf die Menü-„Taste“ kommt man in folgendes Menü:

  • Auflösung,
  • Blitz,
  • Selbstauslöser,
  • Lächelerkennung,
  • Geo-Tags,
  • Aufnahmemethode,
  • Verschlusston und
  • Schnellstart

Wählt man den Menüpunkt „Auflösung“ kann man folgende Einstellungen vornehmen:

  • 8 Megapixel, 4:3 Format
  • 6 Megapixel, 16:9 Format
  • 2 Megapixel, 4:3 Format und
  • 2 Megapixel, 16:9 Format

Im „Blitz“-Menü kann man folgendes auswählen:

  • Automatisch,
  • Aufhellblitz,
  • Rote-Augen-Korrektur und
  • Aus

Der „Selbstauslöser hat folgende Optionen:

  • Ein (10 Sekunden),
  • Ein (2 Sekunden) und
  • Aus

Wählt man die „Lächelerkennung“, so kann man wählen, wann die Kamera auslösen soll:

  • Großes Lächeln,
  • Mittleres Lächeln,
  • Kleines Lächeln und
  • Aus

„Geo-Tags“ kann man auf

  • Ein und
  • Aus

schalten.

Bei der „Aufnahmemethode wählt man, wann die Kamera auslösen soll:

  • Bildschirmtaste,
  • Touch-Aufnahme und
  • Nur Auslöser

Den „Verschlusston“ schaltet man entweder

  • Ein oder
  • Aus

und der „Schnellstart“ hat folgende Optionen:

  • Starten und fotografieren,
  • Nur starten und
  • Aus

All die hier gezeigten Menüs legen sich über das Bild, welches die Kamera momentan sieht. Leider wird das auf den Screenshots nicht abgebildet.

Jetzt sollt ihr aber auch mal sehen, wie gut Bilder werden, die mit dem Xperia™ P aufgenommen werden. Die folgende Aufnahme entstand im Automatikmodus mit 6 Megapixel im 16:9 Format.

Da ich das Foto verkleinert habe, hier ein Ausschnitt in Originalgröße. Der rote Rahmen im oberen Foto zeigt, von welcher Stelle der Ausschnitt gewählt wurde.

Wie schon Eingangs geschrieben eignen sich Smartphone-Kameras lediglich für Schnappschüsse. Der Himmel ist überzeichnet (es war ein trüber(!) Tag, an dem keine Sonne schien), beim Ausschnitt in Originalgröße erkennt man das Bildrauschen bei der Backsteinmauer oben Links, einzelne Blätter sind nicht wirklich abgegrenzt und so wirklich scharf wirkt der Ausschnitt in keiner Ebene.

Die Bildqualität reicht durchaus, um Abzüge auf Papier in 10×15 cm machen zu lassen, aber meine Urlaubs- oder Hochzeichtsfotos schieße ich dann doch lieber mit der Spiegelreflexkamera.

Wechselt man den Modus, so kann man auch ein …

Video

… aufnehmen. Und auch das habe ich getan, ebenfalls im Automatikmodus mit 1080p, also in HD-Auflösung. Doch seht selbst:

Selbst Nachts kann man mit der Video-Kamera Aufnahmen machen, allerdings überstrahlt das Licht in den hellen Bereichen und hinterläßt einen „Schleier“ auf den dunklen Bereichen.

Da ich selbst aber Videoaufnahmen nur zum Testen mache und selbst keine Videokamera besitze, lasse ich euch lieber selbst die Qualität anhand der beiden Videos beurteilen.

Audio

Kommen wir zu den Klangqualitäten des Xperia™ P, denn viele Leute nutzen gerne das Smartphone, um unterwegs Musik zu hören. Dabei muß man zwischen der Widergabe über die mitgelieferten InEar-Kopfhörer und über den Lautsprecher unterscheiden.

Mit den InEar-Kopfhörern klingen die Lieder alle super gut, aber sobald man auf den Lautsprecher umstellt klingt alles dumpf. Es macht sich bemerkbar, daß hier der Lautsprecher an der Seite angebracht ist, also nicht sehr groß sein kann. Er ist zwar laut, aber das Frequenzband, das er wiedergeben kann, ist nicht sehr breit gefächert. Den Ghettoblaster kann das Smartphone nie ersetzen, höchsten den Walkman!

Telefonie

Leider gibt es noch mehr Schattenseiten. Zwar gab es keinerlei Verbindungsabbrüche und mein Gegenüber konnte mich auch tadellos verstehen, ohne Knarzen, Knacken oder Rauschen, aber durch den eingebauten Lautsprecher – ich schreibe jetzt nicht vom Freisprechungseinrichtungslautsprecher, sondern von dem über dem Display – klangen alle meine Gesprächspartner sehr dumpf, nicht wie ich es vom Xperia™ mini pro gewohnt bin. Auch durch das Umschalten auf die Freisprechungseinrichtung wird es nicht wirklich besser, wie gerade eben im Audio-Teil beschrieben.

NFC / SmartTags

SmartTags sind RFID Chips, die beim Smartphone über eine App gewisse Aktionen auslösen kann.

Welche Aktionen das sind wird beispielhaft in folgendem Video erklärt:

Und genau so funktioniert es auch: Einfach das Gerät einschalten – im LockScreen funktioniert das aus Sicherheitsgründen nicht – an das SmartTag halten, dieser wird erkannt …

… und das Xperia™ P macht genau das, was man in der SmartTag-App eingestellt hat.

Also z.B. im Auto Wi-Fi ausschalten, Bluetooth (für die Kopplung mit der Freisprecheinrichtung) und GPS einschalten und die bevorzugte Navigations-App starten. Oder in der Schule Wi-Fi, Bluetooth und GPS ausschalten, das Profil auf Lautlos stellen (um beim Unterricht nicht zu stören) und die Vibration einschalten (um trotzdem keinen Anruf zu verpassen). Halt alles, was man an diesem Ort benötigt, um optimal mit dem Smartphone zu arbeiten.

Folgende Einstellungen sind mit der vorinstallierten App möglich:

  • Akustischer Modus (z.B. Lautlos)
  • Anwendung starten
  • Bluetooth (Ein- oder Ausschalten)
  • Hintergrund festlegen
  • SMS senden
  • Text-in-Sprache
  • Titel abspielen (z.B. MP3s)
  • URL öffnen
  • Wi-Fi (Ein- oder Ausschalten)
  • Wi-Fi-Hotspot

Funktioniert auch tadellos und ist wirklich so supereinfach, wie oben im Video beschrieben, allerdings muß man – da das Gehäuse ganz aus Metall ist – den SmartTag direkt an das Xperia™ P halten – und macht den Umgang damit viel einfacher. Ein ganz klarer Pluspunkt für dieses Gerät – vor allem, da zwei SmartTags schon beiliegen.

Übrigens sollen die Smarttags mit sämtlichen Smartphones, die NFC Technologie eingebaut haben, funktionieren. Die SmartTag-App ist im Google Play Market für jedermann herunterladbar.

Soviel für heute, weiter in …

Teil 4: Der Akku, der Speicher und das Fazit

Wenn es etwas gibt, was ich für euch näher in Augenschein nehmen soll, dann schreibt mir das doch bitte in den Kommentaren.

Sony Xperia P im Test – Teil 2: Prozessor, Display, Betriebssystem & Apps

Im vorherigen Teil des Tests hatte ich über die WhiteMagic™-Technologie geschrieben und wie diese es möglicherweise schafft, daß das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar sein soll. Darauf möchte ich hier in diesem Teil näher eingehen, denn das hatte ich ja im Juni 2012 in Ägypten für euch getestet.

Außerdem werde ich mich mit dem Prozessor, dem Betriebssystem und den vorinstallierten Apps befassen.

Hier aber erst einmal eine …

Übersicht

… der bereits geschriebenen Teile:

Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Prozessor

Eines vorweg, beim Prozessor gibt’s nichts zum Meckern. Der im Xperia™ P verbaute, mit einem GigaHertz laufende Dual-Core-Prozessor sorgt für ein butterweiches Scrolling im Browser. Bei den einzelnen Homescreens funktioniert es ohne jegliche Verzögerung und der Touchscreen reagiert sehr schnell auf Eingaben. Auch das Zoomen geht ohne Probleme von der Hand.

Spiele laufen absolut flüssig, egal welche ich starte, sei es Angry Birds, Cut the rope, Need for Speed: Shift, Osmos oder Wo ist mein Wasser? Selbst mehrere Apps dieser Art bringen den Prozessor nicht zum Straucheln. Egal, was ich damit mache, es ruckelt nichts, es hakt nichts und es gab im Testzeitraum auch weder Abstürze noch irgendwelche Aufhänger.

Deshalb widme ich mich jetzt dem wohl wichtigstem Element, dem …

Display

Was mir als erstes auffiel war der grünliche Farbton, der sich mir permanent nach dem Einschalten bietet. Ob das jetzt am vierten „weißen“ Unterpixel liegt oder einfach daran, daß mein sonst gewohntes Xperia™ mini pro die Farben Blau und Rot viel stärker betont, weiß ich nicht, aber im Android-Hilfe Forum haben sich andere User gemeldet, denen ebenfalls ein Grünstich ihres Displays aufgefallen ist.

Davon mal abgesehen kommt es mit seinen 275 ppi (= pixel per inch) zwar nicht an das sog. „Retina Display“ von Apples iPhone 4(S) mit 326 ppi heran, aber selbst kleine Schriften sind klar lesbar und einzelne Pixel kann man mit bloßem Auge nicht erkennen.

Und jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen und endlich näher auf die WhiteMagic™-Technologie eingehen. Hier ein Foto, welches im Juni 2012 in der hellen Sonne Ägyptens aufgenommen worden ist, morgens um viertel nach Neun! Links zum Vergleich ein Xperia™ mini pro – welches ich seit März 2012 täglich nutze – und rechts das Xperia™ P.

Ihr glaubt sicher, daß die Helligkeit nicht ganz hoch gesetzt wurde bzw. das Handy im Energiesparmodus war – so ging es mir nämlich, als ich die Fotos machte – aber die „Automatische Helligkeit“ war ausgeschaltet (kein Haken hinter den Schriftzug gesetzt) und die Helligkeit wurde auf Maximum gestellt. Hier der Beweis:

Ich habe die Fotos nicht manipuliert, lediglich verkleinert und das Wasserzeichen hinzugefügt.

Zwar hat das Xperia™ P bei einem Test der TESTfactory mit dem hellsten Display gewonnen – nachzulesen unter XperiaPTest.pdf – aber dennoch bin ich der Meinung, daß das hier gezeigte Xperia™ mini pro an das des Xperia™ P herankommt. Auffällig bei dem Test der TESTfactory finde ich, daß kein zweites Gerät von Sony (Ericsson) getestet worden und das zweitplatzierte Nokia 710 gerade mal 49 cd/m² dunkler ist.

Also auch wenn das Xperia™ P ein helles Display hat, so haben das andere Geräte ebenfalls und die – von der Sony Mobile Marketingabteilung angepriesene – WhiteMagic™-Technologie entpuppt sich als Seifenblase und bringt dem Gerät keinen Wettbewerbsvorteil!

Betriebssystem

Ausgeliefert wird das Xperia™ P seit Ende Mai mit Android 2.3.x (Gingerbread), was mir persönlich ein Rätsel ist, da es den Quellcode von Android 4.0.x (IceCreamSandwich) seit dem 19. Oktober 2011 gibt, also mehr als sieben Monate. Warum bringen Hersteller Geräte mit einem veraltertem OS heraus?

Nutzen läßt es sich natürlich dennoch und Sony Mobile hat dem Xperia™ P seine typische Oberfläche mit den fünf Homescreens aufgesetzt …

… und ihm gleich eine Menge Widgets spendiert. Hervorzuheben wäre hier Timescape™, welches neue Beiträge bei Twitter, Facebook und ähnlichen Sozialen Netzwerken abruft und auf dem Homescreen darstellt.

Sehr schön finde ich persönlich die Wetteranzeige, die – im Gegensatz zu Geräten von HTC oder Samsung – nicht mit einer Uhr gekoppelt ist, sondern wirklich nur das Wetter anzeigt.

Wie bei jedem anderen Androiden auch lassen sich die Widgets und Apps vom Homescreen entfernen und durch persönlich bevorzugte Widgets ersetzen.

Unten in der „AppDrawer“-Leiste können beliebige Apps abgelegt werden, die dann auf jedem Homescreen zur Verfügung stehen. Man kann sogar Ordner anlegen und dort mehrere – thematisch zusammenhängende – Apps hinein stecken.

Das passiert automatisch, sobald man eine zweite App auf einen Platz zieht, in der bereits eine App abgelegt ist. Dem Ordner kann man dann auch einem Namen seiner Wahl geben.

Apps

Nutzt man das Gerät nicht, so schaltet sich das Display ab. Durch drücken des Ein-/Aus-Schalters kommt man in den Lock-Screen, der so aussieht, wie man es von anderen Android-Geräten gewohnt ist. Mit Wischen nach Rechts kann man den Bildschirm etsperren und landet wieder im Homescreen, durch Wischen nach Links wird das Handy Stumm geschaltet.

Durch tippen auf das Gitter in der Mitte der „AppDrawer“-Leiste auf dem Homescreen kommt man in das App Menü und findet dort die Apps in einer 4 x 5 Kachel angeordnet. Folgendermaßen sieht es aus, wenn man das Gerät zum ersten Mal startet:

Diese lassen sich natürlich nach eigenen Vorgaben oder auch Alphabetisch sortieren. Zurück zum Homescreen kommt man, in dem man die Home- bzw. Zurück-„Taste“ drückt bzw. auf das Haus-Icon tippt.

Warum müssen die Hersteller eigentlich dem Käufer immer Apps vorinstallieren, die dieser ggf. gar nicht haben möchte. Beim Xperia™ P sind das folgende 22(!) Apps:

  • Timescape™ -> Soziale Netzwerke Widget
  • Facebook -> Soziales Netzwerk
  • Video Unlimited -> gebührenpflichtiger Video download
  • WhatsApp -> kostenloser SMS und Chat Ersatz
  • Verbundene Geräte -> „Fernsteuerung“ für über Bluetooth verbunden TV
  • Adobe Reader -> zeigt PDF Dateien an
  • Flash Player -> spielt Flash-Inhalte auf Webseiten
  • Google+ -> Soziales Netzwerk
  • Messenger -> Chat von Google+
  • Wisepilot -> gebührenpflichtige Navigation
  • Musik und Videos -> zeigt Musik und Videos von Facebook Freunden
  • Media Remote -> Fernsteuerung für über Bluetooth verbunde Geräte
  • Recommended -> vom Sony Mobile empfohlene Apps
  • NeoReader -> QR Code Leser
  • LiveWare™ Manager -> gibt Systemmeldungen bei gewissen Ereignissen aus, z.B. wenn das Ladegerät angeschlossen wird
  • TrackID™ -> identifiziert Musik, die man gerade hört (nicht eigene MP3s, denn die kennt man, sondern z.B. im Radio)
  • Music Unlimited -> gebührenpflichtiger Musik download
  • Stromsparer -> schaltet nach vorgegebenen Regeln in einen Stromspar-Modus
  • PlayNow™ -> gebührenpflichtiger Apps download von Sony
  • OfficeSuite -> Testversion mit eingeschränktem Funkttionsumfang
  • MxAfee Security -> Anti Virus App
  • EA Spiele -> gebührenpflichtiger Games download von Electronic Arts

Ich habe sie nicht alle benutzt, von daher ist auf meine Angabe, was die App genau macht, nicht 100% Verlaß!

Manche davon lassen sich nicht deinstallieren, wie folgendes Bild beweist:

Wo normalerweise der Button zum Deinstallieren ist kann man hier nur „Abbrechen“. Wenn man sein Gerät aber rootet, dann lassen sie sich entfernen.

Warum halten uns Smartphone-Hersteller nicht für mündig genug, selbst zu entscheiden, welche Apps und Launcher wir nutzen wollen? Sie dürfen vom mir aus gerne die eigene Oberflache aufsetzen, oder Features implementieren, die Google so (noch) gar nicht vorgesehen hatte – wie z.B. Sony mit der Screenshot Funktion unter Android 2.3 (Gingerbread). Google selbst hat das Feature erst mit Android 4.0 (IceCreamSandwich) eingeführt. Aber dann doch bitte immer so, das sich die Apps, die man nicht braucht oder möchte, auch entfernen lassen, ohne das man sein Smartphone rooten muß und dadurch die Garantie verliert.

Soviel für heute, weiter geht’s in …

Teil 3: Kamera, Video, Audio, Telefonie und NFC

Wenn es etwas gibt, was ich für euch näher in Augenschein nehmen soll, dann schreibt mir das doch bitte in den Kommentaren.

Sony Xperia P im Test – Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Seit Ende Mai ist das Sony Xperia™ P in Deutschland im Handel erhältlich, welches ich gerne für euch testen möchte. Dieses ist das erste Gerät von Sony, dessen Gehäuse aus einem einzigen Aluminiumblock gefertigt worden ist – ein sog. „Unibody“ – und bei dem im Display die WhiteMagic™-Technologie zum Einsatz kommt, mit Hilfe dessen es selbst bei hellem Sonnenlicht problemlos ablesbar sein soll.

Und damit ihr wißt, was so speziell am Display ist, hier eine kurze Erklärung der …

WhiteMagic™-Technologie

Das sagt Sony Mobile dazu:

Lust auf Sonne tanken und dabei ein YouTube-Video oder den Lieblingsfilm genießen?

Der 4-Zoll-Touchscreen Reality mit Mobile BRAVIA Engine bietet auch die einmalige WhiteMagic-Technologie von Sony. Diese sorgt für satte Farben in deinem Lieblingsvideo und gleichzeitig für klare, gestochen scharfe Darstellung, als wärst du drinnen.

WhiteMagic verleiht dem Reality Display einen 4. weißen Unterpixel! Herkömmliche LCD-Bildschirme verfügen nur über drei Pixel: rot, grün und blau. Ergebnis: Eine unvergleichliche Kombination aus superklarem Bildschirm und großartiger Stromeffizienz. Die Einsparung an Strom ist möglich, weil mit WhiteMagic die Helligkeit des Bildschirms automatisch an das Licht in der Umgebung angepasst wird: Je nach Lichtstärke benötigt das Xperia P weniger Akkuleistung.

Quelle

Also hat Sony Mobile dem Gerät vier Unterpixel verliehen – zusätzlich einen weißen – anstatt der sonst üblichen drei (Rot, Grün und Blau) und kann dadurch die Helligkeit erhöhen, so daß das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar sein soll.

Hier eine kleine Grafik die zeigt, wie das Display aufgebaut ist.

Mit der WhiteMagic™-Technologie werden die roten, grünen, blauen und weißen (RGBW) Unterpixel horizontal ausgerichtet. Diese Grafik zeigt insgesamt vier Pixel.

Bildquelle

Und genau das habe ich im Juni 2012 in Ägypten für euch getestet, aber dazu später mehr. Erst einmal die wichtigsten …

Technischen Daten

  • Maße: 122 x 59.5 x 10,5 mm
  • Gewicht: 120 gr.
  • Display: 960 x 540 Pixel bei 10,2 cm (= 4,0 Zoll) und 16.777.216 Farben
  • Kapazitiver TFT-Touchscreen
  • Quadband (GSM: 850, 900, 1.800, 1.900 MHz | UMTS: 850, 900, 1.900, 2.100 MHz)
  • Android 2.3 (Gingerbread)
    [im dritten Quartal 2012 soll ein Update auf Android 4.0 (IceCreamSandwich) erscheinen]
  • 1,0 GHz Dual-Core-Prozessor
  • 8 Megapixel-Kamera mit Autofokus
  • 8-facher Digitalzoom mit LED-Blitz
  • Interner Handyspeicher: 16 GB

Die weiteren technischen Daten können bei Sony Mobile eingesehen werden, denn jetzt geht’s an’s …

Unboxing

So kam das Xperia™ P bei mir an, in der rechteckigen und sehr dünnen Verpackung, die Sony Mobile für seine Geräte verwendet. Nach dem Öffnen erkennt man, daß …

… die Packung folgendes beinhaltet:

  • das Sony Xperia™ P,
  • ein Sony Ericsson MH710 InEar Headset,
  • das USB-/Ladekabel
  • und den dazu gehörenden Ladestecker sowie
  • zwei Xperia™ SmartTags (in den Farben Schwarz und Rot)
  • und folgende Broschüren: Kurzanleitung, SAR Informationen und Wichtige Informationen.

Auf dem Display ist eine Folie angebracht, die erklärt, wo man wie die micro-SIM-Karte einlegt und wie lange man das Gerät mindestens laden sollte, bevor man es das erste Mal einschaltet. Ein Blick darauf sagt mir, daß also genug Zeit bleibt, es von allen Seiten zu betrachten.

Sehr schön zu erkennen ist der durchsichte Streifen unterhalb des Displays, das Markenzeichen der Xperia™ NXT Geräte. Über dem Display der Sony Schriftzug,damit man gleich den Hersteller des Gerätes erkennt. Direkt darüber der Lautsprecher und links davon der Lichtsensor sowie die Front-Kamera, welche VGA-Auflösung bietet und sich für Video-Telefonate eignet.

An der Unterseite befindet sich nur das Loch, wodurch die Sprache aufgenommen wird. Dieses befindet sich in einer Kappe, die abgenommen werden kann und worunter sich u.a. die IMEI und die Antenne verbirgt. Eine Schlaufe, um die beliebten Handyanhänger durchfädeln zu können, fehlt leider völlig. Wer genau hinsieht, der erkennt auf dem Foto auch die drei LEDs, mit denen die „Tasten“ des durchsichtigen Streifens beleuchtet werden.

Auf der linken Seite sind drei Löcher in das Gehäuse gefräst worden: eine für den micro-SIM-Kartenslot, eine für den HDMI-Anschluss und der USB-Anschluss, über den das Gerät auch geladen wird. Auch sieht man – kurz oberhalb des durchsichtigen Streifens – eine Schraube, mit der das Gerät zusammengehalten wird.

An der Oberseite ist lediglich die Öffnung für den 3,5 mm Klinkenstecker Kopfhöreranschluss.

An der rechten Seite befindet sich die Lautsprecher Öffnung – über deren Klangqualität ich später mehr schreiben will – den Ein-/Ausschalter, die Lautstärkewippe und einen extra Auslöser für die Kamera. Auch hier sieht man wieder eine Schraube.

Hinten haben wir die 8,0 Megapixel Kamera, ein LED-Licht und den NFC-Sensor-Bereich, in den die SmartTags gehalten werden müssen. Außerdem findet sich noch das Sony Ericsson Logo dort, obwohl das Gerät von Sony Mobile verkauft wird.

In der Detailaufnahme ist sehr schön der metallene Unibody zu erkennen, der das Handy sehr gut in der Hand liegen läßt und sich – wohl dank der Lackierung – wider Erwarten nicht kalt anfühlt.

Das Besondere an den Xperia™ NXT Geräten ist der durchsichtige Streifen am unteren Ende, der aufleuchtet, wenn man auf die dazugehörige „Taste“ drückt. Anders als beim Xperia™ S muß man hier aber tatsächlich den Streifen berühren, um die gewünschte „Taste“ auch wirklich zu treffen.

Deshalb kann man in der Nahaufnahme auch die Matrix sehen, die eine Berührung erkennt.

Soweit die äußerliche Beschreibung des Gerätes. Jetzt folgen meine …

Ersten Eindrücke

Schaltet man das Xperia™ P zum ersten Mal ein, so sieht man zuerst den Sony Schriftzug und kurz darauf das Xperia™ Logo.

Dann erscheint die PIN Eingabe und anschließend folgt der Setup-Assistent, in dem die Ländereinstellungen vorgenommen und WLAN, UMTS und Co. eingestellt werden. Anschließend findet man sich auf dem bereits bekannten Sony Homescreen wieder.

Schon beim Eingeben der Konfigurationsdaten fällt auf, wie gut und präzise der Touchscreen auf Eingaben reagiert. Texteingaben gehen leicht von der Hand und man hat keinerlei Schwierigkeiten, die gewünschte Taste zu treffen.

Auch äußerlich weiß das Xperia™ P zu gefallen, vor allem der Unibody macht es zu etwas besonderem. Wer wissen will, wie es aus einem Aluminiumblock gefertigt wird, der schaue sich bitte folgendes (englisches) Video von Sekunde 11 bis Sekunde 39 an:

Scharfe Kanten oder Spaltmaße waren keine zu erkennen. Alles fügt sich nahtlos ineinander ein und schließt gut miteinander ab und durch die Lackierung fühlt sich das Gehäuse nie kalt an.

Die weiter oben beschriebenen Tasten an der Seite lassen sich alle problemlos mit einer Hand erreichen, ohne das man umgreifen muß, d.h. man hat immer eine Hand frei, um auf das Display tippen bzw. darüber wischen zu lönnen

Alles in allem macht das Gerät für mich einen perfekten ersten Eindruck – und das will was heißen für ein Smartphone ohne Tastatur. Ob Sony Mobile diesen halten kann, wird sich in den nächsten Testberichten zeigen. Bitte lest weiter in …

Teil 2: Prozessor, Display, Betriebssystem & Apps

Challenge Xperia™ – Challenge the Driver

Does anybody know how the song’s called (and who’s singing it) which plays in the background? / Kennt einer die Musik, die während des Clips gespielt wird?